Dienstag, 15. April 2008
Halbzeit and still rocking!
Ich bin auch schon mittel von mir selbst überrascht. Nach einem weiteren Wochenende in Bangkok war eigentlich ein verlängertes Wochenende in Koh Samet geplant. Leider musste mein Mitstreiter Torben aus familiären Gründen kurzfristig zurück nach Deutschland und stand somit nicht mehr zur Verfügung. So und jetzt? Jeanette (90% Prozent meiner Planungsaktivitäten habe ich auf sie Outgesourced;-) ) ist nicht mehr hier und Torben ist auch weg.
Ich hatte mich schon darauf eingestellt wieder ein Wochenende in Bangkok zu verbringen, aber dann habe ich kurzfristig am Stammtisch (jeden Dienstag ein fröhliches Zusammentreffen von deutschen, Schweizern und Österreichern überwiegen Praktikanten) mal nachgefragt was so geht, und mich kurzfristig an eine Gruppe drangehängt. Nach einigem hin und her stand dann fest Betina, Julia, Swantje und ich fahren nach Kanchanaburi. Swantje musste leider kurzfristig wegen Krankheit absagen, dafür hatten nochmal 3 Mädels denselben Plan.
Betina Julia und ich sind samstags morgens mit dem Bus um 8:20 Uhr los. 2 Stunden Fahrt und schon waren wir da. Kanchanaburi ist eine kleine Stadt an dem Fluss Kwai. Hier steht die bekannte Eisenbahnbrücke aus dem Film „Die Brücke am Kwai“: Die haben wir uns dann auch erst mal angesehen. Weil es an dem Tag höllenheiß war haben wir auch nicht mehr viel anders gemacht. Ein wenig im Schatten sitzen, zwischendurch was essen gehen, ein relaxter Tag eben.
Abends hat es uns dann in die Budda Bar gezogen. Eine kleine Reggea Bar die uns mit dem Spruch „Open all night long“ und guter Musik überzeugt hat.
Wie so oft in Thailand waren auch hier wieder Backpacker unterwegs, mit denen man ja schnell ins Gespräch kommt. Irgendwie sind Betina und ich dann dort versumpft und haben mal wieder Thailand wie es ist erlebt. Am Ende saßen wir da mit dem Big Boss der Budda Bar, der offensichtlich den Abend nicht nur zum trinken sondern auch fein zum Dealen genutzt hat.
Zumindest ist er ständig zu irgendwelchen vorbeikommenden Leuten und Autos gegangen, hat sich kurz unterhalten, etwas ausgetauscht und ist dann wieder gekommen. Nach dem sich die anderen Thais die noch mit dabei waren nach ordentlich Whisky nach und nach auf ihre Motorräder bzw. in ihre Autos geschwungen haben und heim gefahren sind wurde uns auch klar, warum das wieder einmal so funktioniert.
Immerhin darf ja offiziell nichts länger als bis 2 Uhr geöffnet haben. Einen von den Jungs haben wir dann gefragt ob er (zugegen naive Frage) „Keine Angst vor einer Polizeikontrolle zwecks betrunken Motoradfahren hätte“. Kein Problem sagt er, weil er ja hier der Polizist ist, und hat uns gleich stotz seine Pistole und seinen Ausweis gezeigt!
Das sind die Momente wo man merkt, dass Thailand doch noch einen weiten Weg zu gehen hat.
Der nächst Tag war dann leider verregnet, so dass wir ihn wiederum mit Essen, lesen und chillen verbracht haben. Leider habe ich so den Death Railway verpasst, den ich eigentlich sehen wollte. Aber vielleicht düse ich ja nochmal für ein Wochenende dort hin. Montags war ja noch Feiertag, und das Wetter war auch wieder super, so dass wir uns einen Pickup mit Fahrer mieten konnten, der uns zu den Erawan Waterfalls gebracht hat. Der Wasserfall geht über sieben Stufen die man alle abwandern kann. War auch nochmal ein super Tagestrip. Abends ging es dann mit dem Minibus zurück nach Bangkok.
Und nach eine kurzen aber anstrengenden Woche ging es dann ja auch schon nach Chiang Mai.
Aber das muss ich erst noch schreiben ;-)
Sonntag, 23. März 2008
What is going on?
Und sie hat mich immer noch. Nichts desto trotz hier mal ein kurzes Update was so los war die letzten Tage:
Vor drei Wochen hatte sich ja wie schon erwähnt wieder Besuch angekündigt. Jeanettes vorerst letzter Bangkok Besuch stand auf dem Plan. Und weil Bangkok so schön ist hat sie auch noch ein paar Leute mitgebracht.
Die Anreise hat auch super geklappt. Jeanette kennt sich hier ja schon aus und so haben wir uns erst mal bei mir getroffen um dann sofort zum Essen zu gehen. Teppanyaki stand mal wieder auf dem Plan. Ich selbst hatte das auch schon länger nicht mehr und gerade mit mehreren Leuten ist es ja immer sehr gesellig.
Danach ging es noch kurz zum Steilgehen wieder einmal ins Santika. Gut da war ich jetzt schon ein paar Mal, aber der Laden macht halt auch einfach Spaß. Danach waren auch alle relativ müde so dass wir ganz ohne Latenightclub nachhause gefahren sind. So habe ich auch erst einmal die neuesten Entwicklungen hier in Bangkok gar nicht mitbekommen.
Es gibt nämlich keine Latenightclubs mehr!!! Ohne Mist, die neue Regierung macht scheinbar ernst in der Bekämpfung von Illegalen Einrichtungen und Korruption, und so machen jetzt auch die bisherigen Klassiker brav um ca. 2 Uhr das Licht an und Party zu Ende!!!!
Ich habe aber schon einige Thai Kollegen befragt und die meinten dass es sich vermutlich nur um eine temporäre Maßnahme handelt. So, Übersetzten könnt Ihr euch das selbst.
Warum man nicht einfach die Sperrstunde aufhebt um das Problem zu bekämpfen….. Hallo Asien… stelle niemals die „Warum Frage“… ich vergas ;-)
Samstags habe die anderen erst mal Sightseeing und Shopping geplant, Jeanette und ich haben es ein wenig ruhiger angehen lassen. Irgendwann hat es uns dann aber doch raus getrieben und wir haben ein wenig geshoppt. Will heißen, ich habe geshoppt, und Jeanette hat meine Persönlichen style Guide gemimt. Coolo, so macht Shoppen Spaß!
Abends ging es dann mal wieder zum Thaiboxen. Nicht das billigste aber in meinen Augen schon ein must See für jeden Bangkok reisenden.
Irgendwie steckte uns dann doch der Vorabend noch allen in den Knochen so da wir uns danach auf den Heimweg, und den Abend mit einem Absacker auf dem Balkon beschlossen haben.
Sonntags haben wir dann noch den Chatuchak Weekendmarket besucht und Jeanette und ich haben uns schon mal ein paar Ideen für mögliche Einrichtungsgegenstände geholt.
Dann war es leider schon wieder so weit, und der Besuch hat die Heimreise angetreten.
Da sitzt man dann halt immer ein wenig öde in seinem Kabuff und wartet auf die Nacht. In solchen Fällen war mir das WG Leben schon wesentlich lieber!
Aber es sollt ja nicht lang dauern dann war schon wieder Wochenende! Und diesmal ging es nach Singapore!
Der Jahrgang von Jeanette hatte nämlich sein letztes volles Wochenende und so haben wir uns nochmal sozusagen auf eine Fare Well Party dort getroffen.
Torben hatte ja für drei Wochen Urlaub und war noch unterwegs, so dass ich mich alleine auf den Weg nach Singapore gemacht habe. Leider meinte es Air Asia dieses Wochenende nicht besonders gut mit mir. 2,5 Stunden Verspätung!
Samstags hieß es dann erst einmal chillen und dann nach einer kurzen shopping tour noch ein bisschen Poolen, bis es dann abends in die eigentliche Party ging.
Mein Rückflug hatte mal wieder 2,5 Stunden Verspätung, so das wir noch ein wenig länger Zeit am Flughafen hatten als geplant aber schließlich war es dann doch so weit und es hieß tschüssi sagen!
Zack da ist unser gemeinsames halbes Jahr auch schon wieder rum. Ein wenig schnell für meinen Geschmack, aber ich werde ja auf Bewerbungsreise dann mal „zu Besuch“ kommen.
Jetzt ist Jeanette schon wieder zurück in München und ich habe schon wieder ein Wochenende hinter mir. Torben ist von seinen Reisen zurück und so haben wir erst mal wieder Bangkok gerockt. Torben hatte auch eine Neuentdeckung im Gepäck. Eine Beachskybar ganz in der Nähe von mir. Man muss zwar ein wenig abenteuerlich über eine Feuertreppe außen am Haus bis auf das Dach steigen aber oben ist die Lokation dann eigentlich ganz cool. Leider war noch nicht viel los als wir da waren und so sind wir erst mal in Santika weiter gezogen. Auf dem Rückweg haben wir dann nochmal vorbeigeschaut und sind dann auch dort hängen geblieben. Irgendwie musste das Ding nicht um 2 Uhr zu machen ;-)
Uiuiu da ging es mir aber wieder mal gar nicht gut am Samstag. So dass ich nicht viel mehr konnte als abends ein Cordon Bleu beim Otto zu verzehren.
Dafür hatte ich dann heute einen sehr entspannten Sonntag. Erst einmal habe ich mich eine Stunde in mein Gym gewuchtet. Dann ging es erstmal auf ein Frühstück beim Starbucks und anschließend zum Frisör.
Budgeting steht auf dem Plan. Also ein sehr spannendes aber auch Zeitaufwendiges Thema. Aber wir sind ja schließlich zum arbeiten hier ;-)
Also dann bis dem nächst.
Habe die Ehre!
Montag, 3. März 2008
Short Weeks
Aber ich will mich nicht beschweren schließlich ist es super spannend und ich habe hinreichenden Handlungsspielraum.
Dienstags bin ich dann zur Belohnung auf den Studivz Stammtisch hier in Bangkok gegangen und es war natürlich wieder mal recht lustig und damit auch wieder ein bisschen später.
Am Donnerstag sind dann auch schon Claudia und Han zurück nach Bangkok gekommen und weil am Wochenende mal wieder Wahl und damit Ausschankstopp war, sind wir dann nach einem kurzen Essen in einer Garküche in das schon hinreichend gelobte SANTIKA gegangen.
Unerwarteter Weise war dann am Freitagabend doch noch kein Alkoholverbot. Aber erst einmal war bei mir Abschied nehmen angesagt. Zum ersten März haben uns nämlich nicht nur zwei kaufmännische Kolleginnen sonder auch unser kaufmännischer Leiter also mein Chef verlassen.:-(
Da gab es erst einmal ein Fare Well Party. Danach habe ich Claudia und Han eingesammelt und es ging noch ne kurze Runde über den Bed Club und in einen Late Night Club. Um ca. 2 Uhr war aber auch dort Schluss wegen der Wahlen.
Sonntags gab es dann nochmal ein kleines Sightseeing Programm und zum Abschluss ein super nobel essen im Banyan Tree Hotel. Über den Stammtisch kenne ich dort den stellvertretenden Chefkoch.
Der hat unser Essen dann auch ein wenig aufgepeppt so dass das Preis-Leistungsverhältnis ein wenig entschärft war. Das Essen war auf jeden Fall erstklassig!
Sonntag haben sich dann auch Han und Claudia auf den Heimflug gemacht. Aber es dauert ja zu Glück nur eine Woche dann kommt Jeanette schon wieder mit ein paar Kollegen aus KL!!!
Party on!!!
Kurzurlaub auf Koh Chang
Wie schon angekündigt: der nächste Urlaub kam auch relativ schnell! Letzten Sonntag habe ich erstmal meinen Bruder und Claudia vom Flughafen abgeholt. Die haben nämlich als erste die Gelegenheit genutzt und einen zweiwöchigen Thailand Urlaub gebucht.
Nachdem dem ersten ankommen haben wir dann, sozusagen als Startup, erstmal eine kleine Tour durch die versammelten Shoppingmalls gemacht. Die beiden hatten noch einen ganz ordentlichen Jetlag und waren wohl zunächst ein wenig von der den vielen neuen Eindrücken überfordert. Aber nach einem sehr guten Abendessen im Yok Yor Marina, einem Seafood Restaurant auf der anderen Seite des Flusses zu dem man mit der restauranteigenen Fähre gebracht wird, konnten sich die beiden dann auch langsam entspannen.
Leider musste ich ja arbeiten, so dass die beiden dann am Montag auf eigene Faust durch Bangkok gestreift sind. Abends hab ich sie dann in die Vientiane Kitchen ausgeführt und am Dienstag morgen in den Bus nach Koh Chang gesetzt.
Dort hatten Sie nämlich schon ein Hotel von Deutschland aus gebucht.
Das gute für mich war, dass ich in dieser Woche am Donnerstag einen Feiertag hatte und somit die Gelegenheit nutzen konnte, einen Tag Urlaub zu nehmen und den beiden sozusagen über ein verlängertes Wochenende zu folgen.
Dummerweise beginnen in der Arbeit ab dem 15ten die Monatsabschlussarbeiten, so dass ich nochmal zwei Tage bis in die Nacht hinein arbeiten musste aber dafür lag ja ein super Kurzurlaub vor mir.
Weil nach Koh Chang eine Flugverbindung mit einer relativ kleinen Turboprop Maschine besteht und weil schon immer mal mit sowas fliegen wollt hab ich mir am Donnerstag auch einen Flug gegönnt und bin somit schon vormittags auf Koh Chang gewesen. Die beiden hatten für mich schon ein billig Resort gleich in der Nähe von Ihrem ausgespäht (nicht besonders schön, und der Bungalow hatte keine AC, kein warmes Wasser und die wieder Erwarten doch funktionierende Schöpfkellenspülmethodik, kostete dafür nur 500 Bath die Nacht) und so konnte ich mich nach kurzem einchecken sofort an den Strand chillen.
Am Freitag haben wir uns dann erstmal zwei Roller gemietet um die Insel zu erkunden. Koh Chang ist nach Koh Samui die zweit größte Insel Thailands und mit einem Roller bewaffnet entdeck man dann die wirklich schönen Flecken.
So haben wir uns dann über Mittag erst mal an einem trauhaften Strand Liegestühle und eine Sonnenschirm gemietet und 3-4 Stunde gechillt. Danach ging es mit dem Moppet nochmal los. Leider ist die Straße die den Ring um die Insel schließt im Augenblick defekt, so dass wir es in die andere Richtung versuchen mussten.
Es dann doch später als gedacht war und weil wir nicht im Dunkeln fahren wollten haben wir dann auf halben Weg wieder umgedreht und uns auf den Rückweg gemacht. Halb so wild, ich weis jetzt aber auf jeden Fall, dass ich mir noch öfter einen Roller mieten werde wenn ich auf einer Insel unterwegs bin. Mit Rucksack und Badeklamotten ausgestattet kommt man so an die schönen Flecken und man kann sich dafür einiges an den Resort Preisen sparen. Wozu einen teuren Bungalow mieten, wenn man eh den ganzen Tag unterwegs ist?
Apropos unterwegs, Samstag hatten wir dann auch volles Programm: Oneday Boattrip! In der früh wurden wir am Strand von einem Beiboot aufgesammelt und haben dann den Tag auf „Newest and Colorfull Boat“ verbracht. Naja bunt war das Ding auf jeden Fall. Das mit dem Newest vergessen wir jetzt mal. Der Trip war auf jeden Fall super. Es ging in einem Rundtrip von Insel zu Insel und bei den vier Stops war dann immer schnorcheln und baden angesagt. Außerdem gab es Essen und sogar ein „Special Barbecue am Boot“ Alles natürlich nichts Besonderes aber für insgesamt ca. 20 Eur ein fairer Deal den ich unbedingt empfehlen kann.
Vor allem bei den letzten zwei Stopps hat sich das schnorcheln wirklich rentiert. Da kam man sich wieder vor wie mitten im Aquarium und war umringt von hunderter bunter Fische an die man bestimm auf 30 ca. nahe herankommt.
Abends ging es dann noch lecker Indisch essen und somit ist es für mich leider schon wieder vorbei. Den anderen beiden gefällt es so gut, dass sie jetzt gleich mal bis Donnerstag verlänger haben und ich sitze gerade im Bus zurück nach Bangkok. Muss ja schließlich morgen wieder Buckeln. Zum Glück hab ich es ja von Bangkok nicht weit, so dass das sicherlich nicht mein letzter Kurztrip auf einen Insel gewesen sein wird.
Nächstes Wochenende wir dann erst mal wieder Bangkok gerockt!
In diesem Sinne entspannte Grüße aus Thailand.
Thomas
Sonntag, 17. Februar 2008
Urlaub!!!
Am Sonntag habe ich dann Magda getroffen. Sie hat eben ihr Infojahr hier in Bangkok begonnen und hatte natürlich erst mal jede Menge Fragen.
Dann ging es zwei Tage in Büro und dann war es auch mal wieder Zeit für URLAUB!!!!
Mittwoch ging es nämlich um 7:30 Uhr früh ab mit dem Flieger nach Kambodscha! Nach nur 45 Minuten Flug, die wegen der Monopolstellung von Bangkok Airways auf dieser Strecke soviel kosteten wie normalerweise ein Hin- und Rückflug, bin ich in Siem Reap gelandet. Jeanette war schon da, hatte es aber auch noch nicht durch die Immigration geschafft, so dass wir uns direkt in die Armen nehmen konnten.
Trotz Chinese New Year und einigen Bedenken des Taxifahrers hat es gleich bei dem ersten angefahrenen Hotel mit einem Zimmer geklappt, so dass wir nach kurzem einchecken gleich mit einem Frühstück in den Tag starten konnten.
Im Gegensatz zu Thailand ist Kambodscha ein echtes Entwicklungsland und das merkt man dem Land auch sofort an. Trotzdem verfügt Siem Reap über eine erstaunlich gute touristische Infrastruktur mit guten Hotels und netten Bars, in denen es lecker Essen für vergleichsweise wenig Geld gibt. Nach einem Frühstück in eben so einer Bar ging es dann mit einem Tuk Tuk Fahrer ab zu der eigentlichen Attraktion der Gegend: Ankor Wat!! Das ist vielen von euch bestimmt aus dem Weltklasse Film „Mortal Kombat“ ein Begriff. Und das ist mal ein beeindruckendes Bauwerk.
Was ich zunächst auch nicht wusste, ist das es aber bei weitem nicht das einzige beeindruckende Bauwerk in der Gegend ist. Die gesamte Gegend war in der Hochzeit der Khmer sozusagen das Zentrum des Königreiches und bietet auf einer Fläche von ca. 8 Quadrat Kilometern bestimmt über fünfzig Tempel. Die einst mächtigen Bauwerke werden zwar von der UNESCO und anderen Organisationen vor dem totalen Zerfall bewahrt. Trotzdem holt sich die Natur Ihren Boden zurück, was zu äußerst beeindruckende Ergebnissen führt. Am besten Ihr seht Euch dazu die Bilder an, die wie immer über den Link rechts angehängt sind.
Wie gesagt es gibt nicht nur einen Tempel, und das Tuk Tuk mietet man auch für den ganzen Tag, so dass man immer vor dem zu besichtigenden Temple abgesetzt wird, der Fahrer warten dann davor, und danach geht es mit Ihm zum nächsten.
Das sollte eigentlich super klappen, trotzdem war unsere nach der Besichtigung von Angkor Wat erst mal weg. Nach dem wir dann erst mal einen Happen gegessen haben war er auch wieder da. Vielleicht haben wir ihn auch einfach unter den hundert anderen Tuk Tuk Fahrern nicht gefunden oder er war mal kurz wo anders. Man wird es wohl nie erfahren ;-)
Als nächstes ging es zu Angkor Thom und dann zu Ta Phrom. Den sollten auch einige von euch kennen, hier wurden nämlich einige Szenen von Tomb Raider gedreht. Der Tempel ist schon sehr Verfallen und wird bereits von mächtigen Urwald Bäumen überwuchert. Mir persönlich hat er eigentlich am besten gefallen.
Das sollte dann aber auch genug sein für den ersten Tag, den wir bei mexikanischem Essen und einem Bier ausklingen lassen habe. Ja…… wir haben Mexikanisch gegessen! Aber wir wohnen ja schließlich in Asien, da darf man auch mal was anders essen ;-)
Am nächsten Tag ging es dann im gleichen Verfahren zu vier weiteren Tempeln. Einer davon ca. 37 km entfernt, so dass man auch ein wenig vom Hinterland sehen konnte. Und hier leben die Leute wirklich noch in Ihren Holzhütten und hohlen Wasser aus von Entwicklungshilfen gebauten Brunnen.
Nach dem vierten Temple hatten wir dann genug und haben uns, zur Verwunderung des Fahrers der mindesten noch mal 5 Tempel auf dem Programm hatte, erst mal zurück ins Hotel fahren lassen. Zwei Stunden später sind wir dann aber trotzdem nochmal los, um den Sonnenuntergang mit ca. 1000 anderen auf einem weiteren Tempel zu erleben. Der Sonnenuntergang war auch nicht anders als sonst wo, aber die ca. 1000 Asiaten die sich zu diesem Ereignis auf den Tempel gezwängt haben waren schon sehenswert.
An Tag drei ging es mit dem Boot nach Phnom Penh, der Hauptstadt Kambodschas. Schon als wir mit dem Kleinbus auf dem Weg zum Boot noch zweimal angehalten haben um noch mehr Touries mitzunehmen, obwohl ich dachte der Bus wäre schon lange voll, habe ich lustiges geahnt. Und meine Ahnung wurde bestätigt. Das Boot war natürlich hoffnungslos überladen. In Anbetracht dessen, dass wir dann über einen See gefahren sind, der bestimmt Bodensee Niveau hatte und bestimmt keine Schwimmwesten dabei hatten, war wieder klar, dass so etwas in Deutschland niemals möglich wäre.
Was natürlich auch klar war ist, dass wir und nach 5 Stunden Bootsfahrt in der prallen Sonne beide trotzt Sonnenmilch ordentlich verbrannt haben. Einen leichten Sonnenstich hatten wir wohl auch, weil am Nachmittag bis auf Kopfweh nicht mehr viel ging.
Kambodscha hat eine sehr dramatisch Geschichte die erschreckender Weise noch nicht besonders lange her ist, und so haben wir uns in Vorbereitung auf den nächsten Tag erstmal eine Kopie des Films Killing Field besorgt und den dann im Hotel geguckt.
http://de.wikipedia.org/wiki/Geschichte_Kambodschas
Am Samstag ging es dann mit dem Tuk Tuk den besagten Killing Fields. Das leicht bewaldete Gelände auf dem sich bei der allgegenwärtigen Hitze die Schmetterlinge tummeln hat eine erstaunlich friedliche Atmosphäre und steht damit im krassen Kontrast dazu, dass hier ca. 17.000 Menschen auf brutalste Art und Weise exekutiert wurden. Danach haben wir noch das Museum im ehemaligen Gefängnis Tuol Sleng besichtigt, in dem Gefangene systematisch zu Tode gefoltert wurden. Von vermutlich 10.499 Gefangenen haben vermutlich nicht mehr als 7 überlebt.
In der knapp vierjährigen Diktatur der Roten Khmer starben durch Krankheiten, Hunger und politische Massenmorde schätzungsweise 2-3 Millionen Kambodschaner und das ganze spielte sich 1975 bis 1979 ab! Besonders bedrückend dabei ist, dass viele Kinder für die Ziele des Regimes missbraucht wurden. So betrug das Durchschnittsalter der Armee der Roten Khmer 13 Jahre!!!
Unser Vormittag war damit höchst interessant, das ganze verleiht einem allerdings ein beklemmendes Gefühl ähnlich einem KZ Besuch in Deutschland.
Nachmittags haben wir dann noch die leichter verdaubare Kost wie einen weiteren Tempel und den Königspalast gemacht.
Am Sonntage haben wir erst mal lange ausgeschlafen, und dann die Zeit bis zum Flug chillig in einer Bar verbracht.
Kurz vor Abflug haben mir dann die netten Kambodschaner dann noch ca. 80 Eur gezwickt! Und zwar aus dem Rucksack der im Hotel im „VIP Sicherheitsraum“ eingesperrt war. Sehr ärgerlich aber zum Glück kein Weltuntergang.
Dann hieß es leider Abschied nehmen und für mich ging es zurück nach Bangkok.
Hier heißt es jetzt erst mal viel Buckel, aber am Wochenende darf ich ja schon mein Bruderhertz und seine Freundin hier begrüßen.
Also dann bis die Tage!!
Montag, 28. Januar 2008
Schon wieder ein paar Wochen um!
ja ich weis, ich werde langsam ein bisschen lazy mit der bloggerrei. Aber gut, ich muss ja auch nicht jeden einzelnen Tag hier kommentieren.
Also hier mal ein kurzes Update über die vergangenen Wochen:
Letztes Wochenende habe ich besuch bekommen! Und zwar von Jeanette und Evi! Evi war ja bei Jeanette zu Besuch und wollt Bangkok natürlich auch sehen. Damit war das sozusagen mein erster richtiger Besuch. Da hab ich mich nicht lumpen lassen und erst mal eine Luftmatratze gekauft. Bin also jetzt ausgestattet für weitere Besuche!
Leider haben die zwei Mädels mal wieder weniger Glück mit Air Asia gehabt, so dass sie erst freitags nachts um 2 Uhr hier waren. Aber man kann ja auch um 2 Uhr noch losziehen ;-) Haben wir dann auch gemacht!
Der Samstag war dann für Jeanette und mich ein richtig böser Kopfwehtag, aber so um 5 Uhr haben wir es dann doch geschafft uns aus meinem Condo zu schälen und noch ein bisschen Sightseeing zu machen. Zu viel hätte ja die Zeit nicht mehr gereicht, und so haben wir dann eine Bootsfahr im Sonnenuntergang durch die Klongs (kleine Wasserwege die Bangkok durchziehen) gemacht.
So richtig was drunter vorstellen konnte ich mir eigentlich nicht, aber es war dann erstaunlich toll. Kaum ist man von dem Hauptfluss abgezweigt kommt man durch das ärmere Bangkok und fährt praktisch durch die Wohnzimmer der Leute. Die haben Ihre Häuser auf Stelzen bis in den Klong rein gebaut. Noch ein Stück weiter kommt man sich schon fast vor wie im Urwald. Links und rechts dichter Plamen bewuchs, und nur der ganze Müll im Fluss erinnert daran, dass man eigentlich in einer Megacity ist. Dazu noch der Sonnenuntergang… gab schon eine angefahrene Stimmung und ist ab jetzt ins Pflichtprogramm für Besucher aufgenommen.
Abends ging es dann zum nächten Besucher Programmpunkt: Essen in der Vientiane Kitchen. Das absolute Highlight war dann, dass sich Torben dazu hinreisen lassen hat, bei der Tanzshow mitzumachen. Ich muss mal sehen, wie das geht, aber wenn es klappt stelle ich das Video ein!!
Danach sind wir dann noch ordentlich abhotten ins Santika gegangen, einem Club mit geiler Livemucke!
Sonntags war dann, sozusagen als ausgleichende Gerechtigkeit, Evi dran mit Kater. So sind Jeanette Torben und ich erstmal alleine zum Brunchen zu dem Franzosen gefahren.
Danach war es dann nach 2.5 Monaten auch für mich so weit! Ich habe richtiges Sightseeing gemacht! Wat Pho und Königspalast!!! Bin also jetzt bestens auf die nächsten Besucher vorbereitet. Leider mussten die Mädels dann auch schon zu Flieger, und ich hab das Wochenende gemütlich ausklingen lassen.
Die Woche war dann Alltag, und am Freitag bin ich mit Torben und ein paar Leuten vom Bangkok Studivz Stammtisch beim Go-Cart fahren gewesen. Sehr lustig, und danach ging es natürlich noch ein bisschen feiern.
Samstags haben wir dann zum ersten Mal das RCA ausprobiert. Ist eigentlich auch gleich bei mir um die Ecke. So ne Art KPO also ein fetter Entertainment Komplex. Ist auch sehr zu empfehlen und ich wundere mich gerade warum ich da nicht schon ehr war. Aber es gibt hier einfach so viel wo man hin kann, da hat man wahrscheinlich nie alles durch ;-)
Heut hatte ich dann meine erste Thai Stunde. Ich hab jetzt nämlich beschlossen das doch noch ein wenig besser zu lernen. Mal sehen was dabei rumkommt weil mir die Vokabeln irgendwie trotzdem nicht zufliegen. ;-)
Sonst gib es eigentlich nichts Neues. Aber in zwei Wochen geht es nach Kambodscha, und dann gibt es auf jeden Fall neue Fotos!
Bis dahin macht es gut!
Thomas
Mittwoch, 9. Januar 2008
Der Jetset und die komplizierteste Party der Welt
Dort angekommen haben wir noch Claudia und Björn getroffen, die kurz vor uns aus Beijing eingetroffen sind.
Dort habe ich erst einmal auf Jeanette gewartet, die mit dem Bus aus KL angekommen ist, und nachdem sie da war und ich noch die zwei Kakerlaken aus unserm Zimmer entfernt hatte, ging es noch auf einen kurzen Drink zu Tina und Dani, die ja in Singapore wohnen.
Insgesamt waren wir dort dann eine doch beachtliche Truppe von 15 Leuten aus Singapore, Malaysia, China, Dubai, Deutschland und natürlich Thailand.
Da gab es natürlich viel an erlebten auszutauschen, und wir haben die Gelegenheit gleich genutzt sozusagen schon einmal die Silvesterfeier zu proben.
Nebenbei haben wir noch den Strand und die teilweise doch recht ruppige Brandung genossen.
Am Montage also an Silvester ging es dann mit der Fähre zurück nach Singapore. Also an dieses „Mal eben übers Wochenende irgendwo an den Strand fahren“ kann ich mich echt gewöhnen.
Eigentlich sollte es zum Silvesterabend erst mal ein Seafood Buffet geben, aber irgendwie haben wir uns da mit der Zweitverschiebung verplant.
Thailand liegt ja auf GMT+7, Singapore auf GMT+8 Indonesien aber wieder auf GMT+7. War also für Torben und mich die dritte Zeitumstellung in 4 Tagen. Aber Zeitzonen werden ja schließlich völlig überbewertet.
Sei es drum die Reservierung beim Seafood Buffet hätten wir nicht halten können und so sind wir halt ein wenig unspektakulär ein einen Foodcourt in einer Shopping Mall gegangen. War aber trotzdem lecker!
Danach ging es ab nach Sentosa wo wir schon Karten für die Silvester Beachparty hatten. Dort haben 12.000 Leute ins neue Jahr gefeiert.
Eigentlich traut man den Singapories ja ein wenig mehr zu als dem gemeinen Asiaten, aber das war mit Abstand die komplizierteste Party der Welt. Nicht nur das es nur zwei Longdrink Bars gab, was einfach zu wenig für die Menge an Leuten war. Nein, nach dem erstemal Anstellen, haben wir feststellen müssen, dass man da nur mit vorher gekauften Wertmarken bezahlen kann. Also wieder zurück, beim Wertmarkenverkaufstand anstellen, und dann das gleiche nochmal.
Gut da hatten wir halt erst um elf Uhr den ersten Drink. Das mit Countdown ist auch irgendwie entfallen ist, und das Feuerwerk war auch ein wenig enttäuschend, aber wir haben uns davon nicht die Stimmung vermiesen lassen und trotzdem sehr ordentlich gefeiert.
Eigentlich wollten wir ja aufbleiben, bis wir nochmal mit Deutschland anstoßen können aber die 7 Stunden Zeitverschiebung waren dann doch zu lange;-)
Am Ersten hieß es dann chillen, was mit Hilfe von Mazes Couch und seinem riesen LCD Fernseher auch kein Problem war. Leider gab es halt kein Neujahrsspringen, aber Mazes DVD Sammlung hat es auch getan. Mit Pizza Lieferung mussten wir keinen Schritt vor die Haustüre machen.
Außer Jeanette, die ist wieder nach KL abgedüst!
Vielen Dank an dieser Stelle nochmal an Maze, für die hervorragende Unterkunft und Verpflegung!
Am zweiten haben dann auch Torben und ich uns auf den Heimweg gemacht. Und weil der Flieger erst am Nachmittag gegangen ist habe ich Torben noch kurz Singapore im Schnelldurchlauf gezeigt.
Beim Abflug haben wir dann tatsächlich noch den A380 gesehen, damit sozusagen im Vorbeiflug ein weiteres ToDo abgehackt!
Nach nur zwei Tagen arbeiten ging es dann für Torben und mich gleich wieder zum Flughafen. Diesmal stand ein Kurztrip nach KL auf dem Plan! Jeanette hatte zu einer Geburtstagsparty geladen und da darf man natürlich nicht fehlen.
Wir sind dann Freitagnacht eingetroffen und samstags war dann auch die Crew aus Singapore wieder mit am Start!
Jeanettes Wohnung ist ja schon partyerprobt und so wurde das ganze wieder ein lustiges Fest! Inklusive Balkonpool, Fackelfeuerwand und Bierdosenpyramide!!!
Sonntags gab es dann lässiges Rühreifrühstück. Und nach einem chilligen Nachmittag auf der Couch ging es noch zum Bananaleaf essen. Frisch gestärkt sind Torben und ich dann zum Flughafen aufgebrochen.
Eigentlich sollte es für uns ein Just in Time Flug werden weil wir ca. 5 Minuten vor Check-In Closing am Flughafen waren, aber nach einem kurzen Sprint zum Check-In mussten wir leider feststellen, dass unser Flug abgesagt war. So ging es dann erst mit zwei Stunden Verspätung nach Bangkok.
Jetzt ist erst mal wieder arbeiten angesagt, und irgendwie freue ich mich jetzt auch auf ein ruhiges Wochenende in Bangkok.
Also dann bis die Tage!
Thomas